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KWS History: Stadtgeschichte Gütersloh – »Am Billigsten!«, Gespräch mit Gabriele Rudorff (2003)Zoom Button

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KWS History: Stadtgeschichte Gütersloh – »Am Billigsten!«, Gespräch mit Gabriele Rudorff (2003)

#KWS #History: #Stadtgeschichte #Gütersloh – »Am Billigsten!«, Gespräch mit Gabriele Rudorff (2003)

  • Der Originalbeitrag vom September 2003 wird hier unverändert wiedergegeben.

#Gütersloh, September 2003

Wir haben mit Gabriele Rudorff, Inhaberin eines #Gütsler #Schmuckgeschäfts, über #Billigpreise, #Sparwahn und die #Hintergründe gesprochen …

Von #Kindern für Kinder? Diese #Philosophie steht offenbar hinter Produkten wie #Kinder #Jogginganzügen, die bei namhaften #Textildiscountern für unglaubliche 4,99 Euro angeboten werden. Ebenso gibt es T Shirts für 2 Euro. Wer darüber nachdenkt, kommt schnell zu dem Schluss, dass es sich dabei nicht um reelle Preise handeln kann. Vielmehr werden unter zum Teil dramatischen Bedingungen Menschen und vor allem Kinder in #Drittweltländern ausgebeutet, die für einen #Hungerlohn #Billigtextilien zusammennähen – oft Hand in Hand mit haarsträubenden #Umweltverschmutzungen, bei denen #Färbemittel in der #Landschaft entsorgt werden, wie es jüngst ein TV Magazin aufdeckte. »Viele Preise müssten mal hinterfragt werden«, stellt Gabriele Rudorff fest, »dem #Verbraucher ist oft nicht bewusst, was einem Händler von 10 Euro Umsatz nach Abzug aller Kosten bleibt«. Tatsächlich nützen die Einsichten, dass #Qualität ihren Preis hat, dass deutsche #Arbeitsplätze ihren Preis haben und dass Fachpersonal seinen Preis hat, beim Verbraucher offensichtlich wenig bis gar nichts. Wer beispielsweise bei einer Firma angestellt ist, ist darauf angewiesen, dass ihn diese Firma auch bezahlen kann – dazu muss sie ihre Produkte verkaufen. An Billigpreisen verdienen jedoch in der Regel globale Konzerne, die auf der einen Seite ärmere Länder ausnutzen und auf der anderen Seite örtliche Konkurrenz durch den Preiskampf ausschalten. Wer kurzfristig sparen kann, tut es auch und Unternehmer warten oft vergeblich auf die #Solidarität der #Verbraucher. Die #Weltwirtschaft wird sich beim derzeitig vorherrschenden #Kapitalismus zwangsläufig nivellieren – wenn kein Bewusstseinswechsel stattfindet.

»Hier sparen wir 400 Euro«, haben sich Millionen Leser der »#BamS« gesagt, als sie am 12. Juni des Jahres das Angebot in einer Anzeige des #Schmuck Discounters »#Christ« lasen – ein »exklusiv funkelndes #Collier 585 Gold mit Brillanten, zus. ca. 0,60 ct« sollte statt vorher angeblich 999 Euro jetzt nur noch 599 Euro Kosten. Das Blatt mark intern hat recherchiert, daß das Collier schon ein Jahr zuvor für 599 Euro verkauft worden war, der Preis also keinesfalls herabgesetzt war, und zitiert Dr. Aline Theis, Geschäftsführerin des Verbandes »Wirtschaft im Wettbewerb« (»#WiW«): »Damit haben sie in ihrer Werbung eine Preisherabsetzung beworben, obwohl eine solche nicht vorlag. Der Bundesgerichtshof hat in ständiger Rechtsprechung entschieden, daß eine Irreführung zu bejahen ist, wenn bei einer Preissenkung der frühere Altpreis nicht beziehungsweise nicht ernsthaft, insbesondere nicht über einen längeren Zeitraum oder nicht in letzter Zeit verlangt worden war. Letzteres ist hier der Fall«. Oft werden Verbraucher auch getäuscht, indem angeblich günstige Geräte beworben werden, die nur durch einen kleinen Zusatz bei der Typenbezeichnung als »Sonderserie« erkennbar sind und nicht mit den optisch gleichen Originalgeräten vergleichbar sind. Die Devise kann also nur lauten: »Augen auf und Nachdenken!«

#NOW #N #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT #MARIECHENMARKT

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