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Elektro Brockbals Gütersloh: #Loxone #Miniserver – wenn das Haus selbst die Regie übernimmt
#Gütersloh, 12. September 2026
#Licht einschalten, #Heizung herunterdrehen, #Rollläden schließen und nachsehen, ob irgendwo noch ein #Fenster offensteht: Ein »Smart Home« kann erstaunlich viel Arbeit produzieren, wenn für jede Funktion eine eigene #App benötigt wird. Der Loxone Miniserver verfolgt deshalb einen anderen Ansatz. Er soll das Gebäude nicht fernbedienbar, sondern tatsächlich automatisch machen.
Im Prinzip ist der Miniserver ein kleiner Industriecomputer für die Gebäudeautomation. Er sitzt üblicherweise auf der Hutschiene im Elektroverteiler und bildet dort die zentrale Steuerung des Systems. Sensoren liefern Informationen, Aktoren führen Befehle aus – und der Miniserver entscheidet anhand der programmierten Logik, was geschehen soll.
Damit lassen sich #Beleuchtung, #Beschattung, #Heizung und #Kühlung, #Lüftung, #Zutritt, #Alarmfunktionen, #Energieverbrauch oder auch Multiroom Audio zu einem gemeinsamen System verbinden. Der interessante Punkt ist dabei weniger die einzelne Funktion als ihr Zusammenspiel.
Smart Home ohne App Zirkus
Ein klassisches Beispiel ist die Beschattung. Ein elektrischer Rollladen, den man mit dem Smartphone hoch und herunterfahren kann, ist zunächst lediglich ein fernbedienbarer Rollladen. Automatisierung beginnt erst dann, wenn das Gebäude selbst entscheidet: Wie steht die Sonne? Wie warm ist der Raum? Ist jemand anwesend? Soll die solare Wärme im Winter genutzt oder im Sommer draußen gehalten werden?
Ähnlich funktioniert es mit Licht und Heizung. Verlässt niemand mehr einen Raum, muss nicht zwangsläufig jemand daran denken, das Licht auszuschalten. Wird ein Fenster geöffnet, kann die Heizungsregelung darauf reagieren. Bei Abwesenheit kann das Gebäude gleichzeitig Beleuchtung, Beschattung, Temperatur und Sicherheitsfunktionen in einen anderen Betriebszustand versetzen.
Die eigentliche Idee lautet deshalb: Der Mensch gibt nicht ständig Befehle – das Gebäude kennt möglichst viele davon bereits.
Das Gehirn im #Schaltschrank
Der aktuelle Loxone Miniserver besitzt 8 potentialfreie Relaisausgänge, 8 digitale Eingänge sowie 4 analoge 0 bis 10 Volt Eingänge. Über die Loxone Link Schnittstelle können bis zu 30 sogenannte »Extensions« ergänzt werden. Eine Tree Schnittstelle zur Verbindung entsprechender Sensoren und Aktoren ist ebenfalls bereits integriert.
Das macht das System skalierbar. Aus einer relativ kleinen Installation kann eine umfangreiche Gebäudeautomation entstehen. Über Erweiterungen lassen sich zudem andere technische Systeme und Standards einbinden. Eine Modbus Extension beispielsweise kann bis zu 32 Modbus RTU Geräte integrieren – interessant etwa für #Zähler, #Wechselrichter, #Heizungsanlagen oder andere technische Anlagen.
Auch Loxones eigener Tree Bus ist auf größere Installationen ausgelegt: An einem Tree Ast können bis zu 50 Geräte bei einer Leitungslänge von insgesamt maximal 500 Metern betrieben werden.
Ein bemerkenswerter Unterschied zu vielen Consumer Smart Home Systemen ist die #Architektur. Die eigentliche Gebäudeautomation läuft lokal auf dem Miniserver. Nach Angaben von Loxone werden die entsprechenden Daten direkt dort verarbeitet und nicht für die Steuerung des Gebäudes in einer Cloud gespeichert.
Das ist nicht nur unter #Datenschutzaspekten interessant. Eine Heizung oder ein Lichtschalter sollte schließlich nicht deshalb seine #Intelligenz verlieren, weil irgendwo die Internetverbindung ausgefallen ist oder ein externer Cloud Dienst gerade nicht erreichbar ist.
#Smartphone und #Weboberfläche bleiben trotzdem verfügbar. Der Miniserver besitzt einen integrierten #Webserver und kann über die Loxone App bedient werden. Die App ist dabei idealerweise weniger eine permanente Fernbedienung als vielmehr Visualisierung und Eingriffsmöglichkeit: Temperaturen ansehen, Energieflüsse kontrollieren, Betriebszustände ändern oder eine Automatik bei Bedarf übersteuern.
Wenn #Strom nicht einfach nur Strom ist
Besonders interessant wird Gebäudeautomation mit #Photovoltaik, #Batteriespeichern, #Wärmepumpen und #Elektroautos. Dann lautet die Frage nicht mehr lediglich: »Wie viel Strom verbraucht das Haus?« Entscheidend wird vielmehr, wann welche #Energie wofür eingesetzt wird.
Produziert die #Photovoltaikanlage gerade einen Überschuss, könnte beispielsweise zunächst der #Batteriespeicher geladen werden. Danach lässt sich #Warmwasser erzeugen, die #Wärmepumpe gezielt betreiben oder das #Elektroauto laden. Ein automatisiertes Gebäude kann Verbraucher also nicht nur ein und ausschalten, sondern sie nach Prioritäten koordinieren.
Damit wird aus dem Smart Home zunehmend ein kleines Energiemanagementsystem.
Und inzwischen kommt die #KI dazu
Seit »Loxone Config & App 17.1« lässt sich der Miniserver über das Model Context Protocol, kurz MCP, auch mit KI Systemen verbinden. Loxone nennt unter anderem »#OpenAI«, »#Claude« und »#Gemini«. Damit können beispielsweise Gebäudedaten analysiert, Möglichkeiten für ein verbessertes Energiemanagement untersucht oder Funktionen des Gebäudes über die KI gesteuert werden.
Das ist konzeptionell spannender als der inzwischen übliche Satz »Jetzt auch mit KI«. Denn ein Miniserver verfügt über etwas, das einem Sprachmodell normalerweise fehlt: strukturierte Echtzeitinformationen aus einem realen Gebäude.
Die KI könnte also nicht nur wissen, dass draußen die Sonne scheint. Sie kann – entsprechend eingerichtet – mit Daten über Raumtemperaturen, Beschattung, Energieproduktion, Verbrauch oder Betriebszustände arbeiten.
Aus dem simplen Befehl »Mach das Wohnzimmer wärmer« wird damit perspektivisch eine wesentlich interessantere Fragestellung: Wie bekommen wir es im Wohnzimmer 2 Grad wärmer, ohne unnötig Netzstrom einzukaufen?
Nicht unbedingt etwas für die Funksteckdose vom #Discounter
Loxone verfolgt allerdings einen anderen Ansatz als typische Do it yourself Smart Home Systeme. Wer lediglich drei Lampen per Smartphone schalten möchte, braucht dafür keinen Miniserver im Schaltschrank.
Seine Stärke liegt gerade in der zentralen Planung und im Zusammenspiel vieler Gewerke. Und das bedeutet umgekehrt: Je umfangreicher die Installation wird, desto wichtiger werden eine vernünftige Elektroplanung, Dokumentation und Programmierung.
Bei einem Neubau oder einer grundlegenden Sanierung lässt sich diese Infrastruktur von Anfang an berücksichtigen. Für bestehende Gebäude bietet Loxone daneben unter anderem den Miniserver Go und die Funktechnik »Air« an. Der klassische Miniserver ist dagegen vor allem die kabelgebundene Zentrale einer fest installierten Gebäudeautomation.
Das eigentlich Smarte ist die Logik
Vielleicht ist genau das der wesentliche Unterschied zwischen einem vernetzten und einem intelligent automatisierten Gebäude.
Eine Lampe, die sich per App einschalten lässt, ist vernetzt. Eine Heizung, die sich aus der Ferne auf 22 Grad stellen lässt, ebenfalls. Und ein Rollladen mit WLAN bleibt zunächst einmal ein Rollladen mit #WLAN.
Interessant wird es erst, wenn das Gebäude Zusammenhänge erkennt und daraus selbstständig sinnvolle Aktionen ableitet.
Der Loxone Miniserver versucht deshalb gar nicht erst, das nächste einzelne »smarte« Gerät zu sein. Er sitzt vielmehr eine Ebene darüber und führt die einzelnen Funktionen zusammen.
Oder einfacher gesagt: Nicht jeder Lichtschalter soll intelligent werden. Das Gebäude soll wissen, wann es Licht braucht.
Weitere technische Informationen gibt es direkt bei Loxone …
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