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#NOW #Kommentar: Ein bisschen »#Späti« für #Gütersloh – warum der #Kiezkiosk auch sonntags zur Stadt gehören darf
#Gütersloh, 7. September 2026
Muss man #sonntags unbedingt eine Tüte Chips, eine Flasche Cola oder eine #Zeitung kaufen können? Natürlich nicht. Man muss sonntags auch kein Eis essen, keinen Kaffee trinken, nicht ins Kino gehen und schon gar nicht in der #Gastronomie sitzen.
Das ist aber vielleicht die falsche Frage.
Denn ein #Kiosk kann mehr sein als ein sehr kleiner #Supermarkt. In vielen Städten gehört der »Späti«, das #Büdchen oder der #Kiezkiosk längst zum urbanen Leben. Man geht hin, weil die #Milch fehlt. Man holt sich ein #Eis. Man trifft jemanden. Man trinkt vielleicht noch eine #Cola vor der Tür, kauft eine #Zeitung oder eben jene Tüte #Chips, deren Erwerb man theoretisch bereits am Samstag hätte vorausschauend organisieren können.
So betrachtet ist der Kiosk nicht nur Verkaufsstelle, sondern ein kleiner sozialer Ort. Und genau solche Orte könnten einer Stadt wie Gütersloh durchaus guttun. Zudem wäre eine Erlaubnis zur Sonntagsöffnung keine Verpflichtung dazu. Niemand würde dazu gezwungen, seinen Kiosk sonntags zu öffnen.
Die Debatte um die Sonntagsöffnung wird derzeit vor allem unter dem Gesichtspunkt des Ladenöffnungsrechts geführt. Das ist juristisch verständlich. Gesellschaftlich greift es aber etwas kurz. Denn natürlich stellt sich die Frage nach Wettbewerbsbedingungen gegenüber anderen #Einzelhändlern und ebenso nach dem #Schutz von #Beschäftigten. Niemand muss daraus einen allgemeinen verkaufsoffenen Sonntag durch die Hintertür machen.
Aber vielleicht muss auch nicht jeder Kiosk behandelt werden wie ein Kaufhaus mit 5.000 Quadratmetern Verkaufsfläche.
Gerade kleine, inhabergeführte Kioske können eine andere Funktion erfüllen. Der klassische Berliner »Späti«, das #Ruhrgebietsbüdchen oder der Kölner Kiosk sind nicht deshalb Teil ihrer jeweiligen #Stadtkultur geworden, weil die Menschen dort unter akutem #Gummibärchenmangel leiden. Sie sind Teil des öffentlichen Lebens.
Das wäre übrigens auch eine Chance für die Betreiber selbst. Aus dem schlichten »#MiniMarket« könnte bewusst ein #Kiezkiosk werden: ein Ort mit Wiedererkennungswert, vielleicht mit 2 Bänken vor der Tür, Kaffee, Eis, Zeitungen, ein paar lokalen Produkten und Menschen, die sich kennen. Kein Shoppingcenter im Kleinformat, sondern ein unkomplizierter Treffpunkt.
Und sonntags könnte gerade das funktionieren.
Wir reden in Gütersloh schließlich ständig darüber, wie die #Innenstadt attraktiver und lebendiger werden kann. Dann sollte man aufpassen, dass man nicht gleichzeitig ausgerechnet jene kleinen Strukturen reglementiert, die tatsächlich Leben auf die Straße bringen könnten.
Sonntagsruhe ist ein hohes Gut. Aber Ruhe bedeutet nicht zwangsläufig Stillstand. Vielleicht braucht Gütersloh keinen weiteren Cerkaufsoffenen Sonntag. Vielleicht braucht Gütersloh einfach ein bisschen mehr Späti.
#NOW #N #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT #MARIECHENMARKT
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