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#KWS #History: #Stadtgeschichte #Gütersloh – #Fußgängerzone – #Schildbürgerstreich oder #Rücksichtslosigkeit (2011)?
#Gütersloh, Juni 2026
#Radfahren ist eine tolle Sache, es schont den Geldbeutel, ist gut für die #Umwelt und man tut etwas für #Fitness und #Gesundheit« … auch in Gütersloh liegen die #Radfahrer ganz weit vorn. Nahezu ein Viertel der Verkehrsteilnehmer wählt das Fahrrad, denn es macht Spaß und spart Nerven«. So steht es in einem #Hochglanzflyer der Stadt Gütersloh mit dem Titel »Gütersloh eine fahrradfreundliche Stadt« aus dem Jahr 2008. Der Verwaltungsbeschluss aus dem Jahr 2010 regelt, das in der Fußgängerzone Berliner Straße in der Zeit von 9 bis 19 Uhr ein absolutes Radfahrverbot herrscht (Bußgeld 10 bis 25 Euro).
Dieses Verbot wurde in der Wahlkampfphase zur #Kommunalwahl heftig von vielen #Politikern und #Vertretern der #Medien polemisiert, man kann es nur so nennen, denn fast die gleichen Parteivertreter diskutierten jetzt erneut heftig die Aufhebung dieses Beschlusses, hervorgerufen durch einen Antrag der »Juso AG«, die eine #Diskriminierung von anständigen #Fahrradfahrern verhindern will und eine Symbolpolitik anprangern. Wieso, weiß so richtig niemand. Noch weniger die #Fußgänger in der Berliner Straße, die immer noch rücksichtslosen Rasern ausgesetzt sind. Absolut brutal wird in Zweierreihen
gefahren (Bußgeld 15 bis 25 Euro, dabei munter telefoniert (Bußgeld 25 Euro) und fleißig freihändig fahrend (Bußgeld 5 Euro) #SMS geschrieben (Bußgeld 25 Euro), aber kein #Verstoß wird geandet oder #Bußgeld kassiert (Bußgelder aus dem Tatbestandskatalog des #Kraftfahrt #Bundesamts, 2009).
Kritisch äußert sich auch der #Seniorenbeirat der Stadt Gütersloh – #Jentsch in der Presse: »Fußgängerzone bleibt Fußgängerzone. Der Seniorenbeirat appelliert deshalb an die Politik, für mehr Klarheit zu sorgen«, »entweder gilt ein Verkehrszeichen, oder man schafft es ab und beseitigt damit eine entstandene #Unsicherheit!« So wie sie in allen Einfahrten zur Fußgängerzone auf den Leuchttafeln hervorgerufen wird. Darauf steht zu lesen »Radfahren von 19 Uhr bis 11 Uhr frei, entgegen dem Verwaltungsbeschluss, von 9 Uhr bis 19 Uhr Radfahren verboten! Ein schlechter Scherz könnte man meinen. Das versteht kein Fußgänger und kein Fahrradfahrer, der oft ratlos vor dem Schildbürgerstreich steht und in die latente Verbotsfalle fährt. Warum die Stadtverwaltung es nicht schafft, in zwei Jahren die Umsetzung des Verwaltungsbeschlusses in einem verständlichen und verbindlichen Hinweisschild zu positionieren, bleibt ein Rätsel. Stadtbaurat Josef E. Löhr begründet die #Chaosbeschilderung lapidar mit der klaren Definition des Wortes Fußgängerzone.
Eine Fußgängerzone (auch Fußgängerbereich) ist eine Verkehrsfläche, auf der Fußgänger #Vorrang vor anderen Verkehrsteilnehmern haben. Anderen Verkehrsteilnehmern ist die Zufahrt im Allgemeinen untersagt. Durch entsprechende Beschilderung kann deren Zufahrt allerdings (zeitweilig) zugelassen werden, sie sind dann als untergeordnet zu betrachten und müssen ihre Geschwindigkeit und das Fahrverhalten an den Fußgängerverkehr anpassen. Ausnahmen gelten in den meisten Fällen für Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs sowie für #Einsatzfahrzeuge, #Entsorgungsfahrzeuge und #Reinigungsfahrzeuge«, so #Wikipedia.
In #Facebook wurde vor Monaten offen über Vorfälle mit Radfahrern in der Fußgängerzone Gütersloh gepostet. Über #Zusammenstöße mit #Kinderwagen bis #Anremplungen älterer #Mitbürger mit #Rollatoren und #Rollstuhlfahrern war die gesamte Gefahrenpalette rüpelhaften Benehmens vertreten. Selbst übelste #Beschimpfungen von Seiten der Radfahrer waren und sind keine Seltenheit. Einstimmig war jedoch die Meinung, das dass Radfahrverbot rigoros eingehalten werden soll. Es ist verwunderlich, warum die Ordnungskräfte der Stadt Gütersloh, allen voran die Beamten der #Citywache, die nur einige Meter entfernt angesiedelt sind, einen großen Bogen um die Fußgängerzone machen und keine Präsenz zeigen, denn selbst Fernsehaufnahmen von »#GüterslohTV« zeigten zum wiederholten Male innerhalb von Minuten zahlreiche Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung und den Verwaltungsbeschluss.
Ein Musterbeispiel des Einklangs zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern mit klaren Regelungen die von einer klaren Beschilderung begleitet sind bietet #Münster, mit fast der gleichen Einwohnerstärke und Infrastruktur wie Gütersloh. »Die Gründe für die Vorliebe der Münsteraner, Rad zu fahren, liegen unter anderem in den zahlreichen Sonderregeln, die das Radfahren in Münster erleichtern sollen. So gibt es an großen Kreuzungen eigene Fahrstreifen für Radfahrer, oder sie dürfen zwischen den #Autos bis direkt vor die #Ampel fahren (die so genannte Fahrradschleuse), damit sie bei Grün immer im Blickfeld der anfahrenden Autos sind. Dies erhöht die Sicherheit der Radfahrer im Straßenverkehr. Da in Münster die Straßen der Innenstadt seit dem kriegsbedingten Wiederaufbau nicht verbreitert wurden, sind inzwischen viele davon nur als Einbahnstraßen freigegeben, jedoch gilt auch dies nur selten für Radfahrer, die die Straßen in beide Richtungen befahren dürfen. Inzwischen sind elf Straßen im Stadtgebiet als Fahrradstraße ausgewiesen, das soll den Radfahrern die »Hoheit« auf diesen Straßen geben«, so Wikipedia.
Nach Ansicht des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (#ADFC) würde die gesamte Gütersloher Innenstadt von der Einrichtung von ausgewiesenen #Fahrradstraßen profitieren: »Fahrradstraßen steigern die Attraktivität des Radverkehrs und wirken verkehrsberuhigend«, so Daniel Neuhaus, Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Vereins aus Gütersloh. Der ADFC fordert seit Jahren, der #Radverkehr sollte, wenn irgendwie möglich, im #Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt werden. Bei hoher Verkehrsbelastung oder mehrspurigen Fahrbahnen sei die Abmarkierung von Radfahrstreifen auf der Fahrbahn der Anlage von separat geführten Radwegen in Hochbordausführung vorzuziehen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club Gütersloh sammelt seit Monaten kreisweit Mängel im Radverkehr und hat bereits eine stattliche Liste ins Internet gestellt, die ständig aktualisiert wird.
#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT
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