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»ZDF Politbarometer« Juni II 2026Zoom Button

Die Regierung wird das angekündigte Reformpaket bei Steuern, Arbeitsmarkt und Rente bis zum Sommer vorlegen. Grafik: ZDF, Forschungsgruppe Wahlen, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

»ZDF Politbarometer« Juni II 2026

»ZDF Politbarometer« Juni II 2026

  • Weiter große #Zweifel, dass #Reformpaket bis zum Sommer vorliegt/Mehrheit glaubt nicht, dass der Waffenstillstand zwischen #USA und #Iran hält

#Mainz, 19. Juni 2026

Die #Bundesregierung ist angetreten, um unter anderem bei den Themen #Rente, #Gesundheit, #Pflege und #Steuern grundlegende #Reformen in Angriff zu nehmen. In einem neuen Anlauf sollen jetzt bis zum Sommer entsprechende Reformen von der #Koalition beschlossen und vorgelegt werden. Dass ihr dies gelingt, bezweifeln allerdings 73 Prozent und nur 24 Prozent glauben, dass die Bundesregierung das schaffen wird (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils »weiß nicht«). Die Schuld, dass die Regierung bei diesen Reformen zum Teil nur schwer vorankommt, wird dabei von einer großen Mehrheit (71 Prozent) allen beteiligten Koalitionären gleichermaßen zugeschrieben, 14 Prozent machen dafür hauptsächlich die #SPD verantwortlich, 8 Prozent die #CDU und 4 Prozent die #CSU.

Dabei werden grundlegende Reformen, die auch zu Einschnitten und finanziellen Belastungen führen, von 87 Prozent als sehr wichtig oder wichtig bezeichnet. Lediglich 10 Prozent sehen das nicht so.

Gleichzeitig gibt es aber erhebliche Zweifel an der Reformbereitschaft in unserem Land: Nur 19 Prozent gehen davon aus, dass die Bereitschaft für solche Reformen groß ist. Gut drei Viertel (78 Prozent) glauben nicht, dass hierfür bei uns alles in allem eine hohe Bereitschaft vorhanden ist. Auch die Bereitschaft im Rahmen dieser Reformen persönlich große Belastungen hinzunehmen, ist mit 25 Prozent eher gering. 72 Prozent wären dazu nicht bereit.

Allerdings erwarten auch nur 23 Prozent, dass die Bundesregierung mit ihren Reformen einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme in Deutschland leisten wird, 74 Prozent und Mehrheiten in allen Parteianhängergruppen außer der CDU/CSU bezweifeln das.

Projektion: »AFD« weiter vor der Union

Weiterhin ist die »AFD« ‒ jetzt mit einem neuen Rekordwert ‒ in der #Politbarometer Projektion stärkste Partei: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 24 Prozent (minus 1) und die »AFD« auf 28 Prozent (plus 1). Die SPD würde sich leicht auf 13 Prozent (plus 1) verbessern, die »Grünen« kämen nur noch auf 12 Prozent (minus 2) und die »Linke« auf 11 Prozent (unverändert). Die FDP erhielte 4 Prozent (plus 1) und alle anderen Parteien zusammen 8 Prozent (unverändert), darunter keine Partei, die mindestens 3 Prozent erreichen würde. Mit diesem Ergebnis hätte »Schwarz Rot« weiterhin keine Mehrheit.

#Brandmauer

Nicht nur auf Bundesebene werden Mehrheiten jenseits der »AFD« immer schwieriger. Deshalb stellt sich insbesondere für die CDU die Frage, wie sie sich zur »AFD« und zur Partei »Die Linke« positioniert. Dass die CDU eine politische Zusammenarbeit mit der »AFD« ablehnt, finden 63 Prozent richtig und 35 Prozent nicht richtig. Eine Zusammenarbeit mit der »Linken« wird mehrheitlich aber anders gesehen: Dass die CDU auch diese ablehnt, finden nur 37 Prozent aller Befragten richtig und 57 Prozent nicht richtig. Die Anhänger der Union sprechen sich allerdings mehrheitlich sowohl gegen eine Zusammenarbeit mit der »AFD« (79 Prozent zu 19 Prozent) als auch mit der »Linken« (60 Prozent zu 34 Prozent) aus.

Top Ten: kein eindeutiger Trend

Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung (»Was halten Sie von?«) liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius weiterhin auf Platz 1. Er wird auf der Skala von plus 5 bis minus 5 mit einem Durchschnittswert von 1,5 (hier und im Folgenden Vergleichswert von Anfang Juni 2026 1,6) beurteilt. Es folgen Cem Özdemir mit 1,0 (1,1) und Johann Wadephul mit 0,3 (0,4). Danach beginnt der Negativbereich: Lars Klingbeil wird mit minus 0,4 (minus 0,4) beurteilt, Bärbel Bas mit minus 0,7 (minus 0,9), Markus Söder ebenfalls mit minus 0,7 (minus 0,7) und Heidi Reichinnek mit minus 0,8 (minus 0,6). Friedrich Merz kommt auf minus 1,3 (minus 1,4), Katherina Reiche auf minus 1,5 (minus 1,5) und Schlusslicht bleibt Alice Weidel mit minus 2,4 (minus 2,3).

#Krieg zwischen USA und Iran

Die gestern unterschriebene Vereinbarung zwischen den USA und Iran sieht unter anderem einen #Waffenstillstand vor. Dass dieser hält, bezweifelt mit 76 Prozent eine deutliche Mehrheit (hält: 21 Prozent). Für den Fall eines dauerhaften Waffenstillstands finden es 57 Prozent gut (nicht gut 38 Prozent), wenn sich Deutschland zusammen mit anderen europäischen Staaten an der militärischen Sicherung der Straße von Hormus beteiligt. Die Beteiligung wird dabei jeweils von Mehrheiten der Anhänger von Union (72 Prozent), SPD (73 Prozent), »Grüne« (64 Prozent) und FDP (64 Prozent) geteilt. Mehrheitlich dagegen sprechen sich die Anhänger der »Linken« (52 Prozent) aus, die Anhänger der »AFD« sind eher gespalten (gut 46 Prozent, nicht gut 51 Prozent).

Rückhalt für die militärische Unterstützung der #Ukraine rückläufig

Dass die europäischen Staaten die Ukraine militärisch stärker als bisher unterstützen sollen, meinen jetzt 32 Prozent (Februar 2026 43 Prozent), dass es weiter so bleiben soll, wie es gerade ist, meinen 32 Prozent (Februar 2026 30 Prozent) und 31 Prozent wollen die Ukraine weniger unterstützen als bisher (Februar 24 Prozent).

Allerdings glaubt auch nur eine Minderheit (20 Prozent), dass für ein Ende des Krieges Gespräche westlicher Politiker mit Putin zurzeit viel erreichen könnten (glaube das nicht: 77 Prozent).

Fußball WM: nur geringfügig gewachsene Zuversicht für #WM #Titel Deutschlands

Nach dem 1. Spiel der deutschen Mannschaft bei der #Fußball #Weltmeisterschaft der Männer glauben mit 21 Prozent (plus 6) jetzt etwas mehr Befragte als vor 2 Wochen, dass Deutschland den Titel holen wird, 66 Prozent (minus 6) bezweifeln das.

Die Umfrage zum #Politbarometer wurde wie immer von der #Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 16. bis zum 18. Juni 2026 bei 1.190 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetznummern als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund plus minus 3 Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund plus minus 2 Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU 26 Prozent, »AFD« 21 Prozent, SPD 14 Prozent, »Grüne« 17 Prozent, »Linke« 11 Prozent, FDP 4 Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, 17. Juli 2026.

#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT

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